In den 60er, 70er und 80er Jahren setzten die Produzenten und Ingenieure bei ihren Aufnahmen auf analoge Systeme für ihre Musikproduktionen. Alle diese Zahnräder wie das Mischpult, Effektgeräte, etc. basieren auf analoger Technik. Viele teure und große Studios sind immer noch mit analoger Technik ausgestattet, weil diese zuverlässig ist und immer noch durch hervorragende Qualität unantastbar brilliert.

Durch den rasanten Fortschritt in den 90er Jahren und die immer grösser werdenden Möglichkeiten mit dem eigenen Computer und erschwinglichen Gadgets Musik zu produzieren, entstand eine grosse Unabhängigkeit des Musikers. Durch die neue Recording Technik erlaubt es den Künstlern auf die Einrichtung “Studio” zu verzichten und unkonventionelle Wege zu gehen. Die Möglichkeiten, alles selber zu machen, ist für viele sehr motivierend und eröffnete neue Wege in der Musikproduktion.

Im 21. Jahrhundert angekommen, bieten die heutigen Interface-Möglichkeiten neue kreative und vor allem intuitive Herangehensweisen. Losgelöst von physischen Beschränkungen (nachempfundenen Elementen wie Drehreglern und Knöpfen) kann man beispielsweise mit der iPad Multitouchfunktion vollkommen individuelle Ansteuerungen vornehmen. Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass Musikappli-kationen oder Plugins in der Regel um ein vielfaches günstiger sind als der Erwerb einer Hardware-Alternative. Das Bemerkenswerte ist auch, dass die meisten Applikationen und Plugins sich akribisch nach ihren analogen Vorbildern rekonstruieren. Auch ist man beim Musizieren / Produzieren nicht mehr an einen Arbeitsplatz gebunden, sondern hat die Freiheit, jederzeit und an jedem Ort mit den geeigneten Applikationen seine Ideen umzusetzen, wie ein Beispiel von Jamie Lidell schön aufzeigt.

Untenstehend finden Sie eine Auswahl von diversen musikbasierten Applikationen für das iPad / iPhone und iPod Touch, sowie einige interessante Links zum Thema. Die Aufteilung sieht wie folgt aus:

1. UNTERHALTUNGS APPLIKATIONEN
2. CONTROLLER APPLIKATIONEN
3. SYNTHESIZER UND SAMPLER APPLIKATIONEN
4. DIGITAL AUDIO WORKSTATION APPLIKATIONEN
5. AUDIOVISUELLE APPLIKATIONEN
6. WHAT’S NEXT?
7. LINKS

Das ganze kann man auch als PDF hier herunterladen:
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1.
UNTERHALTUNGS APPLIKATIONEN

Rockmate: iPad
Rockmate packt jetzt eine komplette Band auf den 25-Zentimeter-Bildschirm des iPads. Die Applikation ist ein virtueller Proberaum für bis zu acht Hände, ein Familien- und Mehrspieler-taugliches Band-Setup inklusive Schlagzeug, Gitarre und Klavier.

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Mad Pad: iPhone / iPad
Smule bieten einen genialen Soundboard App namens Madpad im iOS App Store an. Im Gegensatz zu anderen Soundboards, ist MadPad eher darauf ausgelegt eigene Soundboards zu erstellen und mit ihnen zu musizieren.

Über die Kamera des iOS Device kann man kurze Clips aufnehmen. Die aufgenommenen Samples lassen sich auf Tap abspielen, zu einem Song komponieren oder in die Cloud hochladen, um sie mit anderen zu teilen. Auch hat man die Möglichkeit eine Vielzahl fertiggestellte Sets von Smule herunterzuladen und diese zu nutzen.

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Ghost Guitar: iPhone / iPad
Das Softwarehaus Yonac nutzt die Kamera des iPads von Apple, um Lufgitarren echte Klänge zu entlocken. Der kluge Einsatz von Augmented Reality in “Ghost Guitar” ermöglicht das Jammen und einfaches Nachspielen von Musikstücken. Auf Wunsch ist eine virtuelle Begleitband zuschaltbar.

Das Prinzip ist einfach und lehnt sich im Kern an die Tasten-Gitarre an. Jedoch verzichtet die “Geistergitarre” dem Namen entsprechend auf ein physikalisches Gerät. Stattdessen postiert sich der analoge Musikant vor der Kamera seines iPads und platziert seine Hände auf einer digitalen Gitarre, die auf dem Display angezeigt wird. Die Kamera erkennt die Form seiner Finger und zeichnet ihre Position und Bewegungen auf. Diese werden unmittelbar in Töne umgesetzt.

Der Nutzer kann einfach vor sich hinspielen oder eine Backgroundband zuschalten, deren Spielstil aus mehreren Vorlagen wählbar ist. Auch Lautstärke und Rhythmus lassen sich einstellen. Zudem kann der Spieler selbst aus vier Gitarrenmodellen wählen, die verschiedene Klangeigenschaften mitbringen.

Ghost Guitar zeichnet die gespielten Stücke auch wahlweise als Video oder Audiofile auf und ermöglicht den direkten Upload auf YouTube.

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2.
CONTROLLER APPLIKATIONEN

Lemur: iPad
Liine Lemur ist eine Controller-Applikation für iPhone und iPad, die ihre Steuersignale über MIDI und OSC übertragen kann. Der Hersteller verspricht hohe Flexibilität – ob DJ-Software, DAW-Programme, Live-Performances elektronischer Musik, VJ-Software oder Bühnenbeleuchtung, mit dem Lemuren lässt sich alles steuern.

Das Verhalten vieler Lemur-Objekte kann von komplexen und laut Hersteller dennoch einfach zu bedien-enden physikalischen Modellen beeinflusst werden. So können die Objekte wie ein Ball springen oder hin und her schwingen. Dabei kannst Du die physikalischen Parameter eines Objekts von einem anderen Objekt aus kontrollieren. Das eröffnet zahlreiche Möglichkeiten der Modulation.

Der dazugehörige Editor ist eine Software für Windows und Mac OS X, mit dem man eigene Kontroll-oberflächen konstruieren kannst. Erstelle und editiere Voreinstellungen (Templates) und schicke sie an den Lemuren, der in deinem iPad oder iPhone wohnt. In der umfangreichen hierarchischen Übersicht stehen diverse Optionen zur Anpassung jedes einzelnen Objekts zur Verfügung: Dimension, Form, Erscheinungsform, Status und Verhalten. Zudem lassen sich dort die physikalischen Parameter justieren.

Im Editor steht ein mehrzeiliges Scripting-Interface zur Verfügung. Hier kann man das physikalische Verhalten, das Aussehen oder die Größe eines Objekts in Echtzeit manipulieren. Der Scripting-Editor ist die Schaltzentrale zur tiefgreifenden Anpassung des Interface an die Bedürfnisse des jeweiligen Users.

Lemur unterstützt OSC (Open Sound Control) und MIDI über WiFi. Außerdem gibt es eine CoreMIDI-Schnittstelle. Darüber hinaus kann man ein iOS-spezifisches Audio Interface wie iConnect MIDI über das Apple Camera Connection Kit an das iPad anschließen und nutzen. Bis zu acht verschiedene MIDI- und OSC-Verbindungen können gleichzeitig etabliert werden.

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TouchAble: Ipad
TouchAble ist eine Applikation für das iPad, mit dem man Ableton Live steuern kann. Ob Clips, Mixer, Geräte, Tasten oder Pads – hier hat man alles im Griff, um dynamische Live-Performances hinzulegen.

In TouchAble stehen sechs Module zur drahtlosen Steuerung jedes Aspekts von Ableton Live zur Ver-fügung. Mit den sechs Modulen (Clip-Matrix, Mixer, Geräte, Tasten, Pads und XY-Pad) und den zwei Kommandomenüs (Clip & Transport) bietet TouchAble Zugriff auf fast alle Kontroller der Session-Ansicht in Ableton Live.

TouchAble beinhaltet mehr als 30 neue Features sowie eine Sektion für Loops und Beat-Sprünge, die es ermöglichen, im Stile eines modernen DJs mit kreativen Loopings und Rhythmusschnipseln zu experimentieren.

Drei Templates (Vorlagen) für Effekte sind integriert: Auto Filter, Ping Pong Delay und mit »Impulse« das allererste Instrument der App. Im überarbeiteten Konfigurationsmenü kannst man auf neue Controller-Optionen zugreifen und die Verbindung von iPad und Ableton Live per Bonjour-Unterstützung erleichtern.

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Konkreet Performer: iPad
Konkreet Performer ist ein OSC-basierter Controller, der die Möglichkeiten der Multitouch-Technologie deines iPad voll ausnutzt. Anstelle von Reglern und Drehknöpfen steuert man intuitiv durch das Bewegen abstrakter Objekte auf dem iPad die Musiksoftware auf dem Computer.

Entwickeln Sie ein ganz neues Gefühl für Ihre Musiksoftware, Ihre DAW, Ihren Sound. Konkreet Performer ist hier um Sie zu inspirieren – im Studio und live auf der Bühne.

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Korg Sync Controrl for Monotribe: iPhone / iPad
Monotribe, der Minisynthesizer von Korg, wurde vor allem wegen der fehlenden MIDI-Ein und Aus-gängen von vielen bemängelt. Durch den iPhone- / iPad App „Sync Control“ kann man das Tempo des Monotribes sowie den Groove über seinen Sync-Eingang kontrollieren.

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3.
SYNTHESIZER UND SAMPLER APPLIKATIONEN

Animoog: iPad
Aus dem Hause Moog kommt mit Animoog nun der „erste professionelle“ und mehrstimmige Synthesizer speziell für das iPad. Der virtuelle Klangerzeuger verfügt über Moog’s neue Anisotrophic-Synth-Engine (ASE), mit dem komplexe Klanglandschaften versprochen werden.

Animoog soll das gesamte Spektrum des akustischen Vokabulars der Moog-Synthesizer beherrschen und in Kombination mit der Touch-Oberfläche auf einfachste Art und Weise konstant entwickelnde und dynamische Soundlandschaften ermöglichen, so Moog. Die interne Klang-Bibliothek umfasst unter anderem klassische Moog-Sounds, die auf ihrem Weg zum Nutzer durch verschiedenste virtuell-analoge Signalprozessoren und Synth-Panels wie zum Beispiel dem Moogerfooger gehen.

Mit nur wenigen Fingerbewegungen sollen mehrfache Modulationen simultan erzeugt werden können. Neben einer Modulationsmatrix mit LFO’s, Hüllkurven und mehr verfügt der Synthesizer noch über Effekte wie zum Beispiel ein Delay, BitCrusher sowie einen Moog-Filter. Die Bedienung ist laut Moog für den Einsteiger und Profi gleichermaßen geeignet. Mit dem virtuellen MIDI-In/Out-Port lässt sich Animoog außerdem über verschiedenste MIDI-Controller spielen.

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TNR-i: iPhone / iPad
Das von dem japanischen Medienkünstler Toshio Iwai und Yamaha entwickelte Tenori-on ist ein neu-artiges elektronisches Musikinstrument, dessen Bedienkonzept sich von anderen Musikinstrumenten unterscheidet: Das Tenori-on verfügt nicht über Saiten oder Tasten. Es wird über eine Matrix aus 16 x 16 Knöpfen bedient. Um eine Melodie zu erzeugen, drückt der Nutzer Tasten, in denen sich je eine Leucht-diode befindet. Es gibt verschiedene Spuren, so dass mit Tenori-on auch mehrstimmige Melodien komponiert werden können.

Die Töne werden von links nach rechts stetig durchlaufend gespielt. Wird ein Ton gespielt, leuchten die Knöpfe je nach Modell weiß oder orange auf. Diese Kombination von Licht und Tönen mache die Faszination des Gerätes aus.

Dieses Konzept hat Yamaha auf die App TNR-i übertragen. Die benötigt iOS ab Version 4.3 und läuft auf dem iPhone 4, dem iPod touch der vierten Generation, sowie auf dem ersten und dem zweiten iPad.

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Alchemy: iPhone / iPad
Mit dem Alchemy Mobile von Camel Audio kann das iPhone / iPad jetzt in einen mächtigen Synthesizer verwandelt werden. Mit dem Award-Gewinner unter Mac- und PC-Nutzern können Sounds von knackigen Bässen bis zu pulsierenden Arppegios erzeugt werden. Der Synthesizer hat aber definitiv noch mehr zu bieten.

Die iOS-Variante des etablierten Alchemy-Synthesizers basiert auf der Manipulation von Samples sowie granularer und additiver Resynthese und bietet dem Klangtüftler ein Remix-Pad, mit dem zwischen einzelnen Presets gemorpht werden kann. Das Kontingent an voreingestellten Sounds soll nahezu unbegrenzt sein, so der Hersteller. Zur Klangformung stehen insgesamt 16 Performance-Controller bereit, darunter unter anderem Cutoff, Resonanz und verschiedene Effekt-Parameter. Zur weiteren Klangformung sollen eine Vielzahl an Modulations-Quellen bereitstehen.

Das Einspielen erfolgt entweder über die Built-In-Tastatur oder ein externes CoreMIDI-Keyboard. Mit dem integrierten Loop-Player können sogar fremde Samples direkt geladen und im Alchemy-Player weiter verarbeitet werden.

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Korg iKaossilator: iPhone & iPad
iKaossilator ist eine App für iPhone und iPad mit intuitivem Interface, die auf dem beliebten Korg Kaossilator aufbaut, mit dem man beim Berühren des Touchpads Loops und Sequenzen steuern und für abgefahrene Live Performances nutzen kann. Ergänzt durch laut Hersteller »inspirierende visuelle Effekte« wurde der Kaossilator nun als neuer »iKaossilator für’s iPhone und iPad« wiedergeboren.

Mit dem iKaossilator kann man auch ohne musikalische Vorkenntnisse und nur mit dden Fingerspitzen gute Tracks zaubern können. Diese lassen sich in Echtzeit aufnehmen sowie fertige Loops als Audiodatei exportieren. Via iTunes kann man die Kreationen an Freunde weitergeben oder in professionellen Musik-produktionen einsetzen. Zudem sind direkte Uploads zu deinem Account bei SoundCloud möglich.

Version 2 nutzt den 9,7-Zoll-Bildschirm des iPad voll aus. Mit »AudioCopy« von Sonoma Wire Works kann man jetzt Audiodaten zwischen Apps austauschen. Die Funktion »Flex Play« wurde für Live-Performances geschaffen und erleichtert das Erstellen von Breaks oder Fills – einfach die Length- oder Tempo-Knöpfe drücken und über das Touchpad streichen. Bewegungen auf der X-Achse ändern die Länge aller Parts, während man mit der Y-Achse das Tempo kontrollieren kann.

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4.
DIGITAL AUDIO WORKSTATION APPLIKATIONEN

GarageBand: iPhone / iPad
GarageBand macht aus dem iPad, iPhone und iPod eine Touch Instruments Sammlung und ein voll ausgestattetes Aufnahmestudio – so dass man Musik machen kann, wo immer man will. Mit Multi-Touch Gesten kannst man Klavier, Orgel, Gitarre, Drums und Bässe spielen. Alle Instrumente klingen wie die Echten – und spielen sich auch genauso. Man kann beispielsweise eine elektrische Gitarre an das iPad, iPhone und iPod touch anschliessen und mit legendären Amps und Stompbox-Effekten spielen. Mit dem integrierten Mikrofon kann man Gitarre oder jede andere Performance aufnehmen und bis zu acht Spuren zusammenmischen, um einen Song daraus zu machen, welchen man anschließend mit anderen teilen kann.

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FL Studio: iPhone / iPad
Fruity Loops gehört zu den populärsten Musikproduktionssuiten unter Windows und wird von bekannten Künstlern verwendet. Die Digital Audio Workstation, die mittlerweile auf den Namen FL Studio hört, steht nun auch für iOS bereit: in einer Version für iPhone und iPod touch.

Das Paket ist über 160 MByte groß und bietet unter anderem 133 Instrumente, Drumkits und Sliced-Loop-Beats. Integriert ist ein Stepsequencer, ein virtuelles Piano, Drumpads und ein Effektstudio. Die Audioengine habe der Hersteller speziell an iOS angepasst, sie soll deshalb eine geringe Latenz bei wenig Energieverbrauch bieten.

Wer sein Projekt auf iPhone, iPod touch oder dem iPad fertiggestellt hat, kann es weiterverwenden: Es ist möglich, mobil erstellte Songs in die PC-Version von FL Studio zu exportieren, wo alle benötigten Bestandteile zur Verfügung stehen.

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5.
AUDIOVISUELLE APPLIKATIONEN

Thicket: iPad / iPhone
Thicket ist eine audiovisuelle Welt der Textur, Bewegung, Linie und Ton. Mittels Berührung der Touchoberfläche, enstehen faszinierende klangliche und visuelle Muster innerhalb einer Fläche von warmen, hellen, rhythmischen Sounds.

Thicket Erschaffer, Morgan Packard und Joshue Ott, sind Künstler / Programmierer mit Wurzeln im Underground-Techno, Klassik, Kunst, Theater und Tanz. In der Regel präsentieren ihre Arbeiten auf großen Leinwänden und Sound-Systemen.

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Biophilia: iPad / iPhone
Das neue Album von Björk ist mehr als ein Album. »Biophilia« kombiniert Musik, Kunst, Videos, Spiel und Programmierung als Multimediaprojekt. Sämtliche Formen bündelt Björk in einer iPad-/ iPhone App. »Biophilia« bedeutet wörtlich übersetzt die »Liebe zum Leben« und setzt sich aus den beiden altgriechischen Begriffen »bios« und »philia« zusammen.

Und genau darum dreht sich das Multimediaprojekt. »Leben« transformiert Björk zu einem Universum, in welchem innerhalb der App Musik, Songtexte und Instrumentierung mit Spielen und Interaktionen ver-knüpft werden. Björk versucht hierbei den Zuhörer als Zuschauer und Mitspieler zu gewinnen. Die Stra-tegie hinter dem Multimediaprojekt zielt auf eine nähere Bindung des Zuhörers. Spielerisch soll dieser sich mit Musik, Texten, Ideen und Bildern auseinandersetzen: mit den Ideen, dem Universum Björks.

Neben den für ein Album typischen Bestandteilen wie Grafiken und Texten zu Songs, bietet die App somit auch wunderschön animierte Karaoke-Videos, in welchen kunstvoll grafisch der Song dahinfließt.

Das neue Album von Björk ist interdisziplinär und wäre ohne die technische Unterstützung von Designern und Programmierern so nicht möglich. Neben den Programmieren und Designern hat Björk laut den Informationen zur App auch »mit Künstlern, Wissenschaftlern, Instrumentenherstellern, Autoren und Softwareentwicklern zusammengearbeitet«, um ihre multimediale Entdeckungsreise durch das Univer-sum und seine physikalischen Kräfte, Prozesse und Strukturen zu ermöglichen. Somit wird auch der Programmierer hier offiziell zum Künstler. Im Zusammenhang mit der »Biophilia« App passt der Program-miererslogan »Code is poetry«. Schließlich entsteht aus dem Programmiercode und den mathematischen Algorithmen ein wundersames Kunstwerk. Schon immer hat die experimentelle Isländerin gerne mit Innovatoren der unterschiedlichsten Disziplinen zusammengearbeitet und sich ausprobiert. Jetzt kommt zum ersten Mal die Programmierung samt Algorithmen ins Spiel.

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6.
WHAT’S NEXT?

Mackie DL 1608: iPad
Mit dem Mackie DL1608 präsentiert der amerikanische Hersteller ein neues Live-Mischpult mit 16 Kanälen und einer iPad-Steuerung.

Mit diesem neunen Gadget möchte Mackie das Leben der FOHs vereinfachen und setzt auf das Konzept gängiger Digital-Mischpulte. Es wird mit der Mobilität eines iPad kombiniert, zur Steuerung von Plugins wie Equalizer, Dynamikeffekte und anderen Effekten.

Was tatsächlich neu ist: Es können bis zu zehn unterschiedliche iPads angemeldet und simultan genutzt werden, auf denen dann die Plugins extern laufen. Der Hersteller möchte damit unhantliche Racks mit Outboard-Equipment der Vergangenheit angehören lassen.

Zu den weiteren Merkmalen gehören 16 Onyx-Mikrofonvorverstärker sowie 24-bit AD/DA Wandler von Cirrus Logic, die für beste Klangqualität sorgen sollen.

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Akai MPC Fly: iPad
Der dritte Controller des amerikanischen Herstellers wird Akai MPC Fly genannt, wahrscheinlich aufgrund des geringen Gewichts und der hohen Portabilität. Gedacht ist diese Hardware für das Musik machen unterwegs, es wurde speziell für die Nutzung mit dem iPad 2 entwickelt und hat alle wichtigen Features mit an Bord.

Die nahtlose Integration mit der MPC App erlaubt seinen Nutzern Beat Making im MPC-Style zu kreieren mit Sequenzen, Sample Edit, Effekten und Equalizern. Für eine Weiterbearbeitung der eigenen Musik können die Daten anschliessend auf einen Mac oder PC transferiert werden.

Das Gehäuse hat ein Doppelgelenk und erlaubt eine aufrechte, flache oder geschlossene Aufstellung. Letztere ist natürlich für den sicheren Transport gedacht, das iPad 2 ist dabei wie in einem eigenen Gehäuse geschützt und bleibt stetig angeschlossen. Der Anschluss geschieht über den digitalen 30-Pin Connector, der die 16 hintergrundbeleuchteten MPC Pads mit der Software verbindet. Wie auch bei den anderen Produkten des Herstellers, sind MPC Note Repeat und MPC Swing mit an Bord.

Die Akai MPC Fly ist mit allen Core MIDI Applikationen kompatibel. Für einen langen Spass beim Musikmachen mit dieser Hardware wurde ein Lithium-Ionen-Akku verbaut.

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7.
LINKS

www.creativeapplications.net
www.createdigitalmusic.com
www.matrixsynth.com
www.sequencer.de